Rostra Augusti



Übersicht

  • Rostra Augusti in augusteischer Zeit (um 14 n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Caesaris in caesarischer Zeit (44 v.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti in augusteischer Zeit (um 14 n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti in severischer Zeit (um 210 n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti in spätantiker Zeit (4./5. Jh. n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Caesaris (44 v.Chr.)
  • Rostra Augusti (um 29 v.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Fünfsäulenmonument (Anfang oder Ende 3. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3. oder Ende 5. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Caesaris (44 v.Chr.)
  • Rostra Augusti (um 29 v.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Fünfsäulenmonument (Anfang oder Ende 3. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3. oder Ende 5. Jh. n.Chr.)
  • Sog. Rostra Caesaris in caesarischer Zeit (44 v.Chr.), topographischer Überblick
  • Rostra Augusti in augusteischer Zeit (um 14 n.Chr.), topographischer Überblick
  • Rostra Augusti in severischer Zeit (um 210 n.Chr.), topographischer Überblick
  • Rostra Augusti in tetrarchischer Zeit (um 310 n.Chr.), topographischer Überblick
  • Rostra Augusti in spätantiker Zeit (4./5. Jh. n.Chr.), topographischer Überblick

Errichtung: 44 v.Chr. in ersten Teilen errichtet, in der bestehenden Erscheinungsform unter Augustus entstanden

Umbauten: weitere Umbauten in flavischer, severischer, tetrarchischer und spätantiker Zeit

Funktion: Ort politischer Entscheidungsfindung, Rednertribüne, Repräsentationsbau

Historischer Kontext: Augusteisch II Flavisch Severisch Tetrarchisch Antoninisch


Begonnen unter Caesar und dann weiterausgebaut unter Augustus erhob sich die zentrale Rednertribüne am Forum an der Westseite der freien Platzfläche, wo sie noch heute in der Ausgrabungsstätte zu sehen ist. Sie war die wesentliche Bühne für repräsentative Auftritte der römischen Kaiser auf dem Forum: Hier traten die Kaiser auf und hielten ihre Ansprachen zum Volk, das sich vor der Tribüne auf der Platzfläche versammelte; hier empfingen die Kaiser fremde Herrscher und nahmen ihre Aufwartung entgegen; hier wurden die Leichname der verstorbenen Kaiser dem Volk präsentiert und die Leichenreden auf sie gehalten. Die Rostra Augusti (lat. Rostra: neutrum Plural) erweisen sich somit auf den ersten Blick als ein typischer Bau kaiserlicher Inszenierung auf dem Forum. Und doch ist ihr eine deutlich komplexere Geschichte eingeschrieben – bildet sie doch einen Bau von besonderer symbolträchtiger Bedeutung, in dem sich republikanische Vergangenheit und kaiserzeitliche Gegenwart verschränken und gleichzeitig präsent sind.

Geschichte

Die komplexe Bedeutung der Rostra Augusti rührt daher, dass sie als Bau zwar an der Wende Roms zur Kaiserherrschaft entsteht, aber gleichzeitig die Idee der alten republikanischen Rednertribüne tradiert, als deren Nachfolgebau sie fungiert. Von ihr übernehmen die Rostra Augusti zahlreichen Funktionen sowie auch die Anbringung von Rammspornen (rostra) an der Front: 338 v.Chr. wurden erstmals Rammsporne von der erbeuteten Flotte der aufständische Stadt Antium als Siegesmonument an der Rednertribüne angebracht, woher sich später auch der Name der Tribüne – ‚Rostra‘ – ableitete; Namen und angebrachte Rammsporne wurden von der republikanischen Tribüne dann auf den kaiserzeitlichen Nachfolgerbau übertragen. Die alten republikanischen Rostra lagen nördlich der Rostra Augusti, in der Nordwestecke des Forumsareals, beim Comitium und der Curia, eben jene wichtigen Versammlungsstätten der römischen Bürger und des Senats. Diese Rednertribüne wurde nun in der späten Republik an das Westende des eigentlichen Forumsplatzes verlegt. Der Neubau an anderem Ort wurde von Caesar veranlasst, dessen enger Gefolgsmann  Marc Anton als Stifter der neuen Rostra sich präsentierte. Dass Marc Anton in der Folge zum Feind des späteren Augustus wurde, mag der Grund dafür sein, dass diese ‚Rostra Caesaris‘ nur wenige Jahrzehnte später von Caesars Erben bereits grundlegend umgebaut wurden, und nunmehr als ‚Rostra Augusti‘ bezeichnet werden. In der folgenden Kaiserzeit wurden die Substruktionen der Tribünenplattform sukzessive verstärkt, um die wachsende Anzahl an Monumenten auf der Tribüne tragen zu können. In severischer Zeit (Anfang 3. Jh. n.Chr.) erfuhr die Rednertribüne erneut einen tiefergehenden baulichen Eingriff. Möglicherweise wurde damals auf den Rostra bereits ein Fünfsäulenmonument errichtet, das ab tetrarchischer Zeit (spätes 3. Jh. n.Chr.) sicher überliefert ist. Eventuell ebenfalls in tetrarchischer Zeit oder aber im späten 5. Jh. n.Chr. erfahren die Rostra eine letzte bauliche Veränderung durch eine Verlängerung der Tribüne nach Norden (‚Rostra Vandalica‘). (zu den einzelnen Phasen s.u.)

Ruine

Das Aussehen der Rostra Augusti ist auch heutzutage in der Ausgrabungsstätte anhand den erhaltenen Resten des Baus relativ gut zu erschließen – wobei das heute Sichtbare teils auch auf Restaurierungs- und Ergänzungsmaßnahmen zurückgeht, die Anfang des 20. Jh. nach der Ausgrabung der Rostra vorgenommen wurden. Gut erkennbar ist der gerundete Treppenaufgang im Westen, der auf die von Caesar errichteten Rostra zurückgeht: Erhalten ist vor allem der Kern aus opus caementicium, von dessen Marmorverkleidung noch Reste an der Nordostseite künden; insgesamt präsentiert sich die caesarische Tribüne wohl in einer spätantiken Überformung. Die Stufen im Westen führten einst hoch zu einer rechteckigen Plattform, die mit Holzplanken belegt war und sich bis zu der Tuffquadermauer erstreckte, die als östliches Ende der Tribüne ebenfalls gut erkennbar ist. Diese Plattform mit der abschließenden Tuffmauer gehört dem von Augustus angefügten Vorbau an die gebogene caesarische Tribüne an. An der Tuffmauer der Rostra Augusti sind noch Reste für die Anbringung einer Marmorverkleidung sowie der Rammsporne von Antium sichtbar. In dem Bereich zwischen der Tuffquadermauer und dem Caementiciumkern der gebogenen caesarischen Stufentribüne, der einst vollständig mit Holzplanken bedeckt war und die Standfläche für die Redner und Ehrenmonumente auf der Tribüne bildete, zeigen sich verschiedene Einbauten unterschiedlichster Bautechniken. Sie weisen auf die verschiedenen Eingriffe hin, die im Unterbau der Tribüne im Laufe der Jahrhunderte zur Stabilisierung der Plattform vorgenommen wurden. (zu Bildern der heutigen Ruine s.u.)

Funktion

Wie die alten republikanischen Rostra am Comitium besaßen auch die kaiserzeitlichen Rostra Augusti einen ausgesprochen multifunktional und ideologisch bedeutsamen Charakter. Lediglich der primäre Benutzerkreis wurde nun stärker auf den Kaiser und sein Geschlecht zugespitzt. Wo einst verschiedene Politiker vor dem Volk sprachen und Gesetzesvorschläge oder Beschlüsse vorstellten, da konzentrierten sich die Ansprachen an das Volk von den Rostra nun mehr auf den Kaiser. Wo einst herausragende Persönlichkeiten der römischen Adelsschicht nach ihrem Tod öffentlich aufgebahrt und ihnen zu Ehren eine Leichenrede (sog. laudatio funebris) gehalten wurden, da blieb dieses Privileg nun den Kaisern und ihrer Familie vorbehalten. Wo einst zahlreiche Ehrenstatuen und Siegesmonumente aufgestellt wurden und die Politiker und Feldherrn vor den Augen der versammelten Bürgerschaft als rühmenswerte Vorbilder feierten, da rückte wiederum nun der Kaiser in den Vordergrund. Kurzum: wo einst die alte republikanischen Rostra beim Comitium die zentrale Bühne aller politischen Kommunikation und Repräsentation im republikanischen Rom bildeten, da übernahmen im kaiserzeitlichen Rom die Rostra Augusti nun diese Funktion.

(JB)

 

Druckversion

Zitieren nach: Bartz, Jessica. „Die Rostra Augusti“, digitales forum romanum, http://www.digitales-forum-romanum.de/gebaeude/rostra-augusti/ (abgerufen am Tag.Monat.Jahr)

Phase 1

  • Rostra Caesaris, topographischer Kontext (um 44 v.Chr.)
  • Rostra Caesaris (44 v.Chr.)
  • Rostra Caesaris (44 v.Chr.)
  • Rostra Caesaris, topographischer Überblick (um 44 v.Chr.)


sog. Rostra Caesaris (44 v. Chr.)

Initiator für die Verlegung der Rostra war Caesar. Er ließ 44. v.Chr. die alten Rostra beim Comitium aufgeben (damals wurde das gesamte Areal des Comitium umgewandelt und funktional neu interpretiert) und eine neue Rednertribüne (‚Rostra Caesaris‘) an der Westseite der eigentlichen Forumsfläche errichten, wo die Rostra fortan lagen. Die neuen caesarischen Rostra folgten noch relativ getreu dem Erscheinungsbild der alten republikanischen Rostra: Wie diese war die Tribüne von gebogener Form, mit einer erhöhten Plattform an der zur Forum gewandten Seite, und einer gebogenen Stufenanlage auf der Rückseite. Auch die alten Rammsporne von Antium sowie bedeutende Ehrenstatuen, wie die Reiterstatuen Sullas und Pompeius, die auf den alten Rostra standen, ließ Caesar auf der neuen Rednertribüne wieder errichten, ergänzt um seine Statuen. Die Einweihung der Tribüne Anfang des Jahres 44 v.Chr. überließ er seinem Gefolgsmann Marc Anton, dessen Namen auf der Stifterinschrift der Rostra dann auch stand.

Phase 2

  • Rostra Augusti in augusteischer Zeit (um 14 n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti (um 29 v.Chr.)
  • Rostra Augusti (um 29 v.Chr.)
  • Rostra Augusti in augusteischer Zeit (um 14 n.Chr.), topographischer Überblick


Rostra Augusti (wohl 29 v. Chr.)

Nur wenige Jahrzehnte danach wurde diese gebogene Tribüne nochmals grundlegend umgebaut: Eine rechteckige Plattform wurde ihr auf ihrer Vorderseite vorgelagert, so dass die Rostra nun mit einem geraden Abschluss endeten. Die alten Rammsporne der Flotte von Antium wurden an der neuen Außenwand wieder angebracht, die caesarischen Rostra mit ihrer gebogenen Stufenanlage dienten nun primär als Aufgang auf der Rückseite. Damit war ein neues Erscheinungsbild der Rostra geschaffen, das dann für die folgenden Jahrhunderte Bestand haben sollte.

Dieser Umbau wurde von dem politischen Nachfolger Caesars, Augustus, initiiert, woher dann auch der neue Name der Rednertribüne als ‚Rostra Augusti‘ rührt. Das genaue Datum für die Einweihung der neuen Rednertribüne ist nicht überliefert. Wahrscheinlich ist aber ihre Einweihung im Kontext der Einweihung anderer bedeutender augusteischer Bauten am Forum im Jahr 29 v.Chr. (Curia, Caesartempel). Spätestens der offene Bruch zwischen Augustus und Marc Anton 32 v.Chr., die anschließende Erklärung Marc Antons zum Staatsfeind Roms und dessen Niederlage an der Seite Cleopatras bei der Seeschlacht von Actium 31 v.Chr. ließen eine von Marc Anton gestiftete Rednertribüne am Forum nicht mehr länger akzeptabel erscheinen – vor allem für seinen Gegenspieler und dann Sieger Augustus. Insofern war es nur logisch, dass Augustus hier einen neuen Bau errichten ließ, der den Namen und die Erinnerung an seinen Gegner schnell vergessen lassen mochte.

Mit der veränderten Form der rechteckigen Plattform gelang es Augustus zugleich auch, die Rostra Augusti an der Westseite mit der von ihm ebenfalls gestifteten, zweiten neuen Rednertribüne beim Caesartempel an der Ostseite des Forumsplatzes in einen ideologisch deutlich aufgeladenen Bezug zu setzen. Nicht zuletzt auch die ähnliche Dekoration beider Tribünen mit Rammspornen – an der Rostra Augusti die alten republikanischen von Antium, an der Rostra beim Caesartempel solche der aktuellen Seeschlacht bei Actium – forderte zum Vergleich heraus und stellte den Sieg des Augustus bei Actium auf eine Stufe mit dem herausragenden Sieg der römischen Vergangenheit. Dieser wechselseitige Bezug der beiden Monumente aufeinander spiegelt sich nicht zuletzt auch darin wider, dass nach dem Tod des Augustus 14 n. Chr. die Leichenreden auf ihn zum einen von den Rostra am Caesartempel durch den nachfolgenden Kaiser Tiberius und zum anderen durch den Sohn des Tiberius, Drusus, von den Rostra Augusti gehalten wurden.

Phase 3

Baustatische Eingriffe in flavischer Zeit und im 2. Jh. n.Chr.

Auch wenn in den folgenden Jahrhunderten die Rostra Augusti in ihrem augusteischen Erscheinungsbild unangetastet blieben, so bedeutete dies nicht, dass nicht doch immer wieder punktuelle Eingriffe vorgenommen wurden. Wie schon die alten republikanischen Rostra bildete auch die augusteische Rednertribüne einen herausragenden Ort für jede öffentliche Repräsentation; die Aufstellung einer Ehrenstatue auf oder bei ihr galt entsprechend als besonders prestigevoll. Anfangs waren es nur Statuen der Kaiser und ihrer Familien, die hier neu aufgestellt wurden; seit der Zeit Neros konnten in Ausnahme auch einzelne verdiente Bürger als besondere Ehre hier eine Statue aufgestellt bekommen. Zusammen mit den alten Statuen von der Vorgängertribüne, die man hier wieder aufgestellt hatte, wuchs somit die Last auf der Plattform. Hieraus scheinen sich verschiedene Umbaumaßnahmen in der Substruktion der Rostra zu erklären, die dazu dienen sollten, die Stabilität der Tribüne, die eben zum Teil aus Holz bestand, zu gewährleisten. Vor allem in flavischer Zeit scheint es zu entsprechenden größeren Maßnahmen der Stabilisierung gekommen zu sein, wie die Datierung des betreffenden Baumaterials in den Substruktionen deutlich macht.

Phase 4

  • Rostra Augusti in severischer Zeit (um 210 n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti mit Fünfsäulenmonument (Anfang oder Ende 3. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Fünfsäulenmonument (Anfang oder Ende 3. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti in severischer Zeit (um 210 n.Chr.), topographischer Überblick
  • Rostra Augusti in tetrarchischer Zeit (um 310 n.Chr.), topographischer Überblick


Das sog. Fünfsäulenmonument (severisch oder tetrarchisch)

In severischer Zeit kam es zu einem tiefergehenden Einschnitt in die Bausubstanz der Rednertribüne, wohl im Zusammenhang mit der Errichtung des Septimius-Severus-Bogens nördlich der Rostra. Spuren tiefer Fundamentierungen aus dieser Zeit weisen auf die Errichtung eines massiven Monumentes auf der gesamten Länge der Plattform hin. Manches spricht dafür, dass damals eventuell schon ein Vorgängerbau des sog. Fünfsäulenmonumentes entstand, welches dann sicher in tetrarchischer Zeit greifbar wird. Dabei handelte es sich um ein Monument zur kaiserlichen Repräsentation, das fünf hochaufragende Säulen mit Statuenbekrönung umfasste und sich auf der Plattform der Rostra erhob. Das Aussehen des Monuments in tetrarchischer Zeit ist auf einem Relief am Constantinsbogen überliefert, welches die Ansprache des Kaisers Constantin von den Rostra Augusti aus zeigt. Als Statuenschmuck sind hier eine Statue des Iuppiter in der Mitte sowie vier Statuen der Genien der Tetrarchen bezeugt (in unserem Modell noch nicht aufgenommen).

Wie prägend das neue Erscheinungsbild der säulengeschmückten Rostra damals wahrgenommen wurde, zeigt sich auch darin, dass man es auch für eine zweite Rednertribüne aufgriff, die wohl ebenfalls in tetrarchischer Zeit an der Ostseite des Forumsplatzes errichtet wurde (‚sog. Rostra Diocletiani‘) und ähnlich wie früher die Tribüne beim Caesartempel nun ein neues Gegenüber zu den Rostra an der Westseite des Platzes bildete.

Phase 5

  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3./5. Jh. n.Chr.), topographischer Kontext
  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3. oder Ende 5. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3. oder Ende 5. Jh. n.Chr.)
  • Rostra Augusti mit Rostra Vandalica (Ende 3./5. Jh. n.Chr.), topographischer Überblick


‚sog. Rostra Vandalica‘ (eventuell bereits tetrarchisch oder spätes 5. Jh. n.Chr.)

Unklar in seiner zeitlichen und historischen Zuweisung bleibt ein letzter Eingriff an den Rostra Augusti: An der nördlichen Schmalseite der Plattform wird ein Anbau errichtet und die Front der Tribüne damit verlängert. Eine hier überlieferte Bauinschrift nennt eine Restaurierungsmaßnahme aus dem fortgeschrittenen 5. Jh. n.Chr., welche in der Forschung teils mit einem Seesieg über die Vandalen 470 n.Chr. in Verbindung gebracht wurde und dem Anbau den Namen ‚sog. Rostra Vandalica‘ einbrachte. Andere Forscher deuten den Anbau aufgrund bautechnischer Indizien hingegen als einen Eingriff schon aus tetrarchischer Zeit und bringen ihn unmittelbar mit der Errichtung des Fünfsäulenmonuments in Zusammenhang.

Phase 6

  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Caesaris, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Caesaris, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Augusti, heutiges Erscheinungsbild
  • Rostra Vandalica, heutiges Erscheinungsbild


Ruine

Ausführlichere Besprechung und wissenschaftliche Rekonstruktion im Wiki des digitalen forum romanum (Jessica Bartz, Henriette Engel, Sophie Horacek)

 

Ausgewählte Bibliographie

F.A. Bauer, Stadt ohne Kaiser. Rom im Zeitalter der Dyarchie und Tetrarchie (285-306 n.Chr.). in: T. Fuhrer (Hrsg.), Rom und Mailand in der Spätantike (Berlin 2012) 57-65.

F. Coarelli, Il Foro Romano II. Periodo repubblicano e augusteo (Rom 1985) 237-255.

F. Coarelli, Comitium, in: E.M. Steinby (Hrsg.), Lexicon Topographicum Urbis Romae I (Rom 1993) 309-314.

E. B. v. Deman, The So-Called Flavian Rostra, Amarican Journal of Archaeology 13, 1909, 170-186.

Digital Roman Forum, Rostra Augusti, http://dlib.etc.ucla.edu/projects/Forum/reconstructions/RostraAugusti_1

D. Henning, CIL VI 32005 und die „Rostra Vandalica“, Zeitschrift für Papyrologie und Epigraphik 110, 1996, 259-264.

Ch. Hülsen, Ausgrabungen auf dem Forum Romanum 1902-1904, Römische Mitteilungen 20, 1905, 15-119.

H. Kähler, Das Fünfsäulendenkmal für die Tetrarchen auf dem Forum Romanum (Köln 1964).

H. Knell, Bauprogramme römischer Kaiser (Mainz 2004) 29-30.

A. Mau, Rostra Caesaris, Römische Mitteilungen 20, 1905, 230-266.

S. Muth, Historische Dimensionen des gebauten Raumes. Das Forum Romanum als Fallbeispiel, in: O. Dally – T. Hölscher – S. Muth, R. Schneider (Hrsg.), Medien der Geschichte – Antikes Griechenland und Rom (Berlin – New York 2014) 285-329 (304-310).

A. Pulte, Rostra: “Fünfsäulenmonument”, in: E. M. Steinby (Hrsg.), Lexicon Topographicum Urbis Romae IV (Rom 1999) 218-219.

O. Richter, Die römische Rednerbühne, Jahrbuch des Deutschen Archäologischen Institutes 4, 1889, 1-17.

B. Steinmann, R. Nawracala, M. Boss, Im Zentrum der Macht. Das Forum Romanum im Modell (Erlangen-Nürnberg 2011) 118-122.

P. Verduchi, Le tribune rostrate, in: A. M. Bietti Sestieri (Hrsg.), Roma. Archeologica nel centro. Convegno Rom 1983 (Rom 1985) 29-33 (31).

P. Verduchi, rostra Augusti, in: E. M. Steinby (Hrsg.), Lexicon Topographicum Urbis Romae IV (Rom 1999) 214-217.